Alltag, wie er sich wirklich anfühlt.
Gedanken, Erfahrungen und Situationen aus einem Alltag mit ADHS, Autismus und AuDHS – ohne Hochglanz und ohne einfache Antworten.
Neu im Alltag
Neue Texte über Reiz, Energie, Kommunikation, Überforderung und die kleinen Dinge, die im Alltag plötzlich sehr groß werden können.

Fünf Prozent fehlten, und damit war das Gespräch vorbei
Ein geplanter interner Wechsel, ehrliche Unterstützung – und eine Absage aufgrund einer Kennzahl, die mir die eigentliche Frage nicht beantwortete.

„Sei ein Mann“: Wenn ich traurig war, sollte ich mich zusammenreißen
Über den Satz „Sei ein Mann“, meine damalige Traurigkeit und die Frage, welche Gefühle ich mir überhaupt erlauben durfte.

Einseitiges Zuhören: Ich höre zu, aber wer hört mir zu?
Was passiert, wenn ich für andere ein guter Zuhörer bin, bei eigenem Bedarf aber keinen vergleichbaren Platz im Gespräch finde.

Ich will den Weg verstehen, bevor ich das Ergebnis verspreche
Warum ich nicht vorschnell Ja sage, wenn ich den Weg zum Ergebnis noch nicht verstehe – und weshalb eine Rückfrage keine Verweigerung ist.

Der letzte Arbeitstag, an dem ich schon nicht mehr dazugehört habe
Wie es sich anfühlen kann, am letzten Arbeitstag in einem vollen Raum zu stehen und trotzdem schon nicht mehr dazuzugehören.

Leistungsdruck: Ich verlange, worunter ich selbst leide
Unter Druck verlange ich manchmal von anderen genau die Verfügbarkeit, unter der ich selbst leide. Ein unbequemer persönlicher Widerspruch.

Gedanken aufschreiben: Warum ich zuerst für mich schreibe
Ich schreibe oft, damit ein Gedanke endlich eine Form bekommt – nicht erst, damit jemand den fertigen Text liest.

Leser interpretieren meinen Text – und glauben, sie kennen mich
Wie aus einzelnen Sätzen eine fremde Figur mit meinem Namen werden kann – und warum Kritik am Text nicht alles über den Menschen sagt.

Eingreifen bei Ausgrenzung: Wer jemanden schützt, steht manchmal plötzlich allein
Was passiert, wenn ich in einer Gruppe gegen die Abwertung eines anderen Menschen etwas sage und dadurch selbst ins Abseits gerate.